Ein Ladefeld in der Tischplatte ist für Möbelhersteller ein Integrationsprojekt, kein Zubehörkauf. Entscheidend sind der Abstand zwischen Spule und Gerät, die Wärmeabfuhr im geschlossenen Möbelkörper und die Frage, welche Nachweise für den Zielmarkt vorliegen. Wer diese drei Punkte früh klärt, vermeidet spätere Anpassungen an Platte und Unterbau.
Kurzantwort: Wie integrieren Möbelhersteller Qi-Laden?
Über Einbaumodule mit passendem Abstand und Wärmeabfuhr.
Üblicherweise wird ein Ladepad oder Einbaumodul unter der Tischplatte montiert. Entscheidend sind der Abstand zwischen Spule und Gerät, die Materialstärke der Platte und die Belüftung im Unterbau. Der Wireless Power Consortium nennt für Qi2 15 W und eine magnetische Ausrichtung (Quelle: Wireless Power Consortium).
Zertifizierte Produkte dürfen das Qi- oder Qi2-Logo tragen; die Prüfung erfolgt in unabhängigen Laboren. Für den Möbelhersteller ist das ein Nachweis gegenüber dem Handel und gegenüber Ausschreibungen.
Für kabellose Produkte ist zusätzlich die Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU relevant (Quelle: EUR-Lex). Nach der Darstellung der EU-Kommission führt der Hersteller die Konformitätsbewertung durch und bringt die CE-Kennzeichnung an (Quelle: EU-Kommission).
Warum Qi-Laden in Tischen für Ihr Unternehmen relevant ist
Möbel werden zunehmend mit Ladefunktion ausgestattet, weil Nutzer Arbeitsplätze ohne sichtbare Kabel erwarten. Für Hersteller entsteht daraus ein Differenzierungsmerkmal: Tische mit integriertem Ladefeld lassen sich in Ausschreibungen und im Fachhandel klarer positionieren.
Ein zweiter Grund ist die Nachrüstung. Einbaumodule lassen sich in bestehende Serien integrieren, wenn der Aufbau früh mitgedacht wird. Wer die Spulenposition in der Konstruktionsphase festlegt, spart spätere Anpassungen.
Ein dritter Grund ist die Nachweisführung. Ausschreibungen verlangen zunehmend Angaben zur Zertifizierung und zur Kompatibilität. Wer diese Daten bereithält, verkauft anspruchsvollere Projekte.
Auswahlkriterien für Qi-Module in Möbeln (Checkliste)
Die Kriterien folgen der Logik „Abstand, Wärme, Nachweis“. Alles, was sich mit Dokumenten belegen lässt, wird vor der Preisverhandlung geklärt.
- Abstand zwischen Spule und Geräteunterseite
- Material und Stärke der Tischplatte
- Wärmeabfuhr und Belüftung im Unterbau
- Leistungsklasse und unterstützte Standards
- Zertifizierung und Gültigkeitsbereich
- Einbauform: Aufbau, Einbau, Nachrüstung
Ein vierter Punkt ist die Gerätekompatibilität: Nutzer legen unterschiedliche Geräte mit unterschiedlichen Hüllen auf. Ein Modul, das nur bei optimaler Positionierung lädt, erzeugt im Alltag Reklamationen.

MOQ und Zertifizierungen für Möbel-Charger
Für Möbelprojekte sind Losgrößen häufig kleiner als im Elektronikhandel. WECENT nennt für seine Modelle eine Mindestmenge ab 200 Stück pro Modell und schnelle Musterstellung; die Konditionen sind projektbezogen zu bestätigen.
| Thema | Angabe im Projektrahmen | Prüfpunkt |
|---|---|---|
| Mindestbestellmenge | ab 200 Stück pro Modell | variantenbezogen bestätigen |
| Muster | schnelle Musterstellung | Einbautest mit Tischplatte |
| Garantie | 2 Jahre | Bedingungen und Abwicklung klären |
| Zertifizierungen | CE, FCC, RoHS, CEC, DOE, CCC, PSE, KC modellabhängig | Geltungsbereich je Variante prüfen |
| Qualitätssystem | ISO 9001 | Prozessnachweis und Prüfplan anfordern |
Die Ökodesign-Verordnung 2019/1782 betrifft das mitgelieferte Netzteil (Quelle: EUR-Lex). Lieferzeiten hängen von Materialverfügbarkeit, Prüfumfang und Verpackung ab.
Qualitätssicherung bei integrierten Qi-Modulen
Für Einbaumodule umfasst der Prüfplan drei Schwerpunkte: Funktion bei unterschiedlichen Abständen, Wärmeverhalten im Dauerbetrieb und Endkontrolle mit Vollständigkeit des Lieferumfangs.
Der Abstandstest ist entscheidend, weil eine Tischplatte den Abstand zwischen Spule und Gerät vergrößert. Module, die nur bei direktem Kontakt arbeiten, sind für den Möbeleinbau ungeeignet.
Ergänzend prüfen unabhängige Stellen wie TÜV Rheinland und UL Solutions nach definierten Verfahren; entscheidend ist die Zuordnung zum konkreten Modul.
Customization: Logo, Gehäuse, Einbauform
Für die Integration sind Anpassungen an Einbautiefe, Kabelabgang und Befestigung üblich. Diese Änderungen betreffen den Einbau und lassen sich mit dem Modulhersteller abstimmen.
Änderungen am Gehäusevolumen können die Wärmeabgabe verändern. Deshalb sollte die Zertifizierungsplanung an den Anfang des Projekts gestellt werden, bevor Werkzeuge entstehen.
Für Serien eignen sich Standardmodule mit angepasster Halterung; sie vermeiden Werkzeugkosten und halten die Prüflogik übersichtlich.
Kostenstruktur integrierter Ladelösungen
Die Kosten setzen sich aus Modul, Halterung, Prüfumfang, Verpackung und Logistik zusammen. Ein Angebot ohne Angaben zum Prüfumfang lässt sich nicht belastbar vergleichen.
Für den Vergleich eignet sich eine Matrix mit Modul, Abstandstoleranz, Leistung, Zertifizierungsziel, Prüfplan, Mindestbestellmenge und Nachlieferbarkeit.
WECENT fertigt Wireless-Produkte von Einbaumodulen über Ladepads bis zu Kombistationen; Details stehen in der Übersicht der Wireless-Charger und unter OEM/ODM. Hinweise zu Prüfstufen enthält die Qualitätskontrolle.
Einbauhinweise für Möbelprojekte
Für die Integration sind drei Maße entscheidend: der Abstand zwischen Spule und Geräteunterseite, die Materialstärke der Platte und der Abstand zu metallischen Einbauteilen.
Metallische Unterkonstruktionen können das Feld stören. Deshalb sollten Befestigungen und Kabelkanäle aus Kunststoff oder nichtmagnetischem Material gewählt werden.
Für die Endmontage empfiehlt sich eine Markierung auf der Platte, damit Nutzer das Gerät mittig auflegen. Das reduziert Rückfragen und verbessert die Ladeleistung im Alltag.
Abstand, Material und Positionierung
Für die Integration ist der Abstand zwischen Spule und Geräteunterseite die wichtigste Größe. Eine dickere Platte vergrößert diesen Abstand und reduziert die Kopplung, wodurch die Ladeleistung sinkt.
Das Material spielt ebenfalls eine Rolle: Holz und Kunststoff sind unkritisch, metallische Einbauten können das Feld abschirmen. Befestigungen und Kabelkanäle sollten deshalb aus nichtmagnetischem Material gewählt werden.
Für Nutzer hilft eine Markierung auf der Platte, damit das Gerät mittig aufgelegt wird. Das reduziert Rückfragen und verbessert die Ladeleistung im Alltag spürbar.
Wärmemanagement im Möbelkörper
Ein Ladefeld unter einer Platte gibt Wärme nach oben und unten ab. In geschlossenen Möbelkörpern kann sich diese Wärme stauen und die Leistung begrenzen.
Für die Auslegung sind Lüftungsöffnungen im Unterbau, ein Abstand zu wärmeempfindlichen Bauteilen und ein Modul mit guter Wärmeabgabe sinnvoll. Der Test über 30 Minuten zeigt, ob die Auslegung ausreicht.
Für Ausschreibungen ist das ein Qualitätsmerkmal: Ein Modul, das im Dauerbetrieb stabil bleibt, reduziert Reklamationen und Nacharbeit.
Nachweise und Dokumentation
Für Möbelprojekte sind Zertifizierung, Prüfplan und Rückverfolgbarkeit die zentralen Nachweise. Sie belegen, dass das verbaute Modul den Anforderungen des Zielmarkts entspricht.
Für kabellose Produkte ist die Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU relevant (Quelle: EUR-Lex). Unabhängige Prüfungen bieten TÜV Rheinland und UL Solutions an.
Für Serienlieferungen gehören Prüfprotokolle je Charge und eine stabile Modellbezeichnung dazu. Damit bleiben Nachbestellung und Reklamationsbearbeitung nachvollziehbar.

Auswahl des Moduls für die Serie
Für Möbelserien sind Module mit dokumentierter Abstandstoleranz praktisch, weil sie sich in unterschiedliche Plattenstärken integrieren lassen. Module ohne Angabe zum Arbeitsabstand erfordern eigene Tests.
Ein zweites Kriterium ist die Kabelabführung: Für die Montage im Möbelkörper muss der Anschluss erreichbar sein, ohne die Platte zu beschädigen.
Für Nachrüstprojekte sind Module mit flacher Bauform und Klemmbefestigung geeignet, weil sie ohne Werkzeugeinsatz montiert werden können.
Für Möbelprojekte ist die Nachlieferbarkeit über die Produktlaufzeit wichtiger als der niedrigste Einkaufspreis, weil Ersatzmodule zur Serie passen müssen.
Stabile Modellbezeichnungen und dokumentierte Änderungen erleichtern Nachbestellungen. Wird ein Modul geändert, sollte die Änderung auf Prüfrelevanz bewertet und dokumentiert werden.
Für Projekte mit mehreren Bauformen empfiehlt sich eine schmale Modulpalette. Sie hält Prüfaufwand und Lagerhaltung überschaubar.
Für Möbelprojekte ist die Nachlieferbarkeit über die Produktlaufzeit wichtiger als der niedrigste Einkaufspreis, weil Ersatzmodule zur Serie passen müssen. Stabile Modellbezeichnungen und dokumentierte Änderungen erleichtern Nachbestellungen. Wird ein Modul geändert, sollte die Änderung auf Prüfrelevanz bewertet und dokumentiert werden. Für Projekte mit mehreren Bauformen empfiehlt sich eine schmale Modulpalette, weil sie Prüfaufwand und Lagerhaltung überschaubar hält.
Für die Projektplanung empfiehlt sich ein Stufenplan: Mustermodul im Tischaufbau testen, Abstand und Wärme über 30 Minuten messen, Einbau und Markierung freigeben und erst danach die Serienbestellung auslösen.
Wer Abstand, Wärme und Einbauform früh festlegt, kann das Ladefeld ohne spätere, kostspielige Änderungen an der Platte in die Serie übernehmen.
Damit lassen sich Anforderungen und Nachweise sachlich prüfen, bevor teure Serienwerkzeuge und Materialbestellungen ausgelöst werden.
Für die Ausschreibung heißt das, die Anforderungen getrennt zu benennen: Leistung je Fläche, Materialfreigaben und Nachweise für den Zielmarkt.
FAQ: qi laden smart table
Kann ein Qi-Ladegerät durch eine Tischplatte laden?
Ja, wenn der Abstand zwischen Spule und Gerät gering genug ist und das Material die Übertragung nicht stört. Dünne Holz- oder Kunststoffplatten sind geeignet; metallische Einbauten können das Feld abschirmen. Der Abstand muss im Einbautest geprüft werden.
Wie aktiviere ich die Qi-Funktion?
Es gibt keinen Schalter. Bei Möbeln muss das Einbaumodul mit Strom versorgt sein; das Gerät lädt anschließend durch Auflegen. Eine Markierung auf der Platte hilft bei der Positionierung und verbessert die Ladeleistung.
Welche Plattenstärke ist für den Einbau geeignet?
Das hängt vom Modul und vom Abstand der Spule ab. Dünne Platten sind vorteilhafter, weil der Abstand zum Gerät kleiner bleibt. Für dickere Platten gibt es Module mit größerem Arbeitsabstand; die Angaben stehen im Datenblatt.
Welche Nachweise braucht ein Einbaumodul für den EU-Markt?
Für kabellose Produkte ist die Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU relevant, dazu RoHS für Stoffbeschränkungen. Das mitgelieferte Netzteil fällt unter weitere Anforderungen. Alle Nachweise gelten modell- und marktbezogen.
Für eine technische Einschätzung oder eine OEM/ODM-Anfrage lassen sich Anforderungen, Zielmarkt und Stückzahl über das Kontaktformular übermitteln.
